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OrthoKlinik AVSTRIA

FACHGEBIETE


Orthopädie ist die medizinische Spezialität, die sich mit allen Erkrankungen der Stütz- und Bewegungsapparates befasst.

Wir untersuchen und behandeln sämtliche Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates. Die körperliche Untersuchung und oft auch Röntgenuntersuchung wird stattfinden um die Ursache Ihrer Beschwerde zu finden. Unser Behandlungsspektrum umfasst sowohl konservative, das heißt nicht-operative, als auch sämtliche operative Behandlungsmethoden.

Zusätzlich zu der allgemeinen Orthopädie beschäftigen wir uns auch mit Unfallverletzungen und insbesondere Skiverletzungen.

KNIE

Vorderer Kreuzbandriss
Das Kreuzband ist eine sehnenähnliche Struktur. Es kreuzt sich (daher der Name) im Zentrum des Kniegelenks mit dem hinteren Kreuzband. Die Kreuzbänder liefern zusammen mit dem Knie-Bandapparat die Stabilität des Knies.
Eine Kreuzbandverletzung kann bei starker Verdrehung des Knies beim Sport oder bei einem Unfall auftreten. Die gleiche Bewegung  des Knies kann auch in Kombination oder zu einzelne Verletzungen des Meniskus und der Kniebänder verursachen. Im Winter sind besonders Skifahrer dem Verletzungsrisiko dieser Strukturen ausgesetzt.

Was bemerken Sie bei einem vorderen Kreuzbandriss? 
Als Ergebnis  eines gerissenen vorderen Kreuzbandes kann es zur Instabilität des Kniegelenks kommen. Das Zerreißen des Bandes kann schmerzhaft sein und fühlt sich manchmal als ein "Knacken" an. Darüber hinaus kann das Knie nach dem Riss des Kreuzbandes anschwellen.

Wie wird ein vorderer Kreuzbandriss  diagnostiziert?
Ihr Arzt wird über die Herkunft der Verletzung fragen. Dies liefert wichtige Informationen über die Kräfte, die auf das Knie interagiert haben (Trauma-Mechanismus). Darüber hinaus untersucht er das Knie. Am Röntgenbefund des Knies muss ein Knochenbruch ausgeschlossen werden. In der Regel auf der Grundlage der körperlichen Untersuchung wird es klar, ob das Band gerissen oder intakt ist. Wenn eine Ungewissheit besteht, ist eine MRT-Untersuchung des Knies erforderlich. Dadurch erlangt man mehr Sicherheit über das Vorhandensein und Schwere der Bandverletzung oder Begleitverletzung.  In diesem Fall veranlassen wir, dass dies schnell in der Tagesklinik in Radstadt oder im Röntgeninstitut in Liezen durchgeführt wird.

Wie ist die Behandlung des vorderen Kreuzbandrisses?
Ein Riss des vorderen Kreuzbandes wird in der Regel chirurgisch behandelt. Nach aktuellen Ansichten, kann ein Kreuzbandriss nicht genäht werden. Deswegen wird eine „ Spender-Sehne“ verwendet. Diese „Spender-Sehne“ wird vom eigenen Körper gewonnen (die Hamstringsehnen oder der mittlere Teil der Patellasehne oder (selten) der Quadrizepssehne). Durch eine Explorationsoperation wird die Sehne an der Stelle des alten Bandes am Schienbein und Oberschenkelknochen befestigt.

In der OrthoHaus allerdings besteht ein Team aus Orthopäden, die eine neue chirurgische Technik entwickeln, bei der der Kreuzbandriss ohne Verwendung einer Spender-Sehne behandelt wird. Diese Operation muss innerhalb von 48 Stunden nach der Verletzung erfolgen. Sie hat potenziell große Vorteile im Hinblick auf eine schnellere Genesung und die Tatsache, dass keine Sehne aus einem anderen Teil des Körpers verwendet werden muss. Wir erwarten, dass wir im Laufe des Jahres 2013 mit dieser Operationstechnik starten können.

Wo wird eine Kreuzbandplastik- OP gemacht?
Diese Operation führen wir in der Tagesklink in Radstadt durch.

Wie können Sie sich auf eine Kreuzbandplastik –OP vorbereiten? 
Gute Vorbereitung besteht darin, die Kraft der oberen Beinmuskulatur zu verbessern, damit das Kniegelenk eine extra Stabilität erhält. Dies kann man mit Unterstützung eines Physiotherapeuten machen. Es ist wichtig, dass Sie Krücken haben.

Was kann man nach einer Kreuzbandplastik-OP erwarten? 
Die Operation selbst dauert etwa 45 Minuten. Am Tag nach der Operation wird ein Physiotherapeut zu Ihnen kommen, dieser wird Sie in nächster Zeit begleiten.  Es ist wichtig, dass Sie auch selbständig viel üben. Die vollständige Rehabilitation nach einer Kreuzbandplastik-OP  dauert mehrere Monate. Das Ziel ist, dass Sie das alte Niveau, einschließlich der Ausübung von Sportarten zurückbekommen.

Nicht-operative Behandlung
Manchmal entscheidet man sich für eine nicht-chirurgische Behandlung des vorderen Kreuzbandes. Dies erfordert, dass das Knie stabil genug ist. Das passiert wenn ein zerrissener Abschnitt des vorderen Kreuzbandes sich an das hintere Kreuzband fixieret. Dies tritt in ungefähr 10% der Fälle ein.

 
Meniskusläsion
Der Meniskus ist ein halbmondförmiger Knorpel, der zwischen dem Schienbein und Oberschenkelknochen liegt. Im Kniegelenk befinden sich ein Innenmeniskus (medial) und ein Außenmeniskus (lateral). Der Meniskus hat insbesonders eine stoßdämpfende Funktion und trägt zusätzlich zur Stabilität des Knies bei.
Meniskusverletzung ist gewöhnlich das Ergebnis einer Druckbelastung und Drehbewegung des Knies. Dabei kann der Meniskus teilweise einreißen oder ganz abreißen. Abhängig vom Unfallhergang, kann es weiteres auch zu Verletzungen des vorderen oder hinteren Kreuzbandes, Innenbandes oder Außenbandes kommen. Im Winter sind vor allem Schifahrer dieser Verletzungsgefahr ausgesetzt.               
Manchmal entstehen Meniskusschäden auch auf Grund einer Verschleißerkrankungen, vor allem bei älteren Menschen kann durch einen Meniskusriss der Meniskus immer steifer werden.

Wie Sie eine  Meniskusverletzung bemerken? 
Ein Meniskusriss löst Schmerzen im Knie aus. Meistens handelt es sich um einen Riss auf der Innenseite des  Meniskus. Dies führt zu Schmerzen an der Innenseite des Knies. Darüber hinaus ist das Knie oft geschwollen. In einigen Fällen wird der Meniskus in den Gelenksspalt eingeklemmt. Dadurch entsteht eine „Einklemmungssymtomatik“, was bedeutet, dass es nicht möglich ist,  das Knie voll  zu bewegen.

Wie wird eine Meniskusverletzung diagnostiziert?
Ihr Arzt wird über die Herkunft der Verletzung  fragen. Dies liefert wichtige Informationen über die Kräfte, die auf das Knie interagiert haben (Trauma-Mechanismus). Darüber hinaus wird das Knie untersucht. Es werden Röntgenbilder vom Knie angefertigt, um Knochenbrüche auszuschließen. Manchmal ist eine MRT-Untersuchung des Knies erforderlich, um mehr Gewissheit über das Vorhandensein der Meniskusverletzung oder Begleitverletzung zu haben.  In diesem Fall veranlassen wir, dass dies so schnell wie möglich in der Tagesklinik in Radstadt oder im Röntgeninstitut in Liezen durchgeführt wird.

Wie ist die Behandlung einer Meniskusverletzung?
In den meisten Fällen wird eine Arthroskopie des Kniegelenks durchgeführt. Dabei werden 2- 3 Stichinzisionen von je ca. 1cm am Knie gemacht. Durch die gelangen eine Kamera, Arbeitsinstrumente und eine Spülkanüle in Ihr Gelenk. Mittels der Kamera kann der Operateur die Gelenksstrukturen auf einem Monitor sichtbar machen. Mit Hilfe von Instrumenten kann der Meniskus, abhängig von der Verletzung entweder genäht, fixiert oder entfernt werden. Meniskusränder werden wenn nötig geglättet. Bestehen auch Knorpelschäden, werden auch diese behoben.

Wo findet die Arthroskopie des Kniegelenks statt?
Arthroskopische Chirurgie führen wir in der Tagesklink in Radstadt durch.

Was ist nach einer Arthroskopie des Kniegelenks zu erwarten? 
In den ersten Tagen bis Wochen nach der Operation, kann das Knie noch immer geschwollen und empfindlich sein. Der Druckverband wird nach zwei Tagen entfernen. Wenn die Wunden 24 Stunden vollständig trocken sind, können Sie duschen. Wegen der Schwellung und den Schmerz ist es oft notwendig, dass Sie anfangs mit Krücken gehen. Wenn es der Schmerz  zulässt,  können Sie auf die Krücken verzichten. Gegen die Schmerzen nach der Operation bekommen Sie Schmerzmittel. Zwei Wochen nach der Operation findet eine Nachuntersuchung  in der Klinik statt. Die vollständige Rehabilitation des Knies ist erst nach ca. 6 Monaten erreicht.

 
Tibiaplateaufraktur
Das Tibiaplateau ist die obere Fläche des Schienbeins. Weil das Tibiaplateau Teil des Kniegelenks ist, ist es wichtig, dass die ursprüngliche Anatomie wieder hergestellt wird.

Was bemerken Sie bei einer Tibiaplateaufraktur? 
Das Knie ist stark schmerzhaft und Sie können es nicht belasten. Es bestehen oft eine Schwellung und ein Bluterguss. 

Wie wird eine Tibiaplateaufraktur diagnostiziert?
Ihr Arzt fragt Sie nach der Herkunft der Verletzung. Dies liefert wichtige Informationen über die Kräfte, die auf das Knie interagiert haben (Trauma-Mechanismus). Danach wird das Knie untersucht und Röntgenaufnahmen werden gemacht. Manchmal ist ein CT-Scan des Knies notwendig, um weitere Verletzungen zu sehen oder auszuschließen. In diesem Fall veranlassen wir, dass dies so schnell wie möglich in der Tagesklinik in Radstadt durchgeführt wird.

Wie ist die Behandlung einer Tibiaplateaufraktur? 
Es ist wichtig bei einer Tibiaplateaufraktur, vor allem bei Frakturen mit Gelenksbeteiligung, eine möglichst exakte anatomische Wiederherstellung der Gelenksfläche und der anatomischen Achse zu erreichen. Kleine Stufen in der Gelenksfläche können erhebliche Folgen für die Funktion des Gelenks haben. Daher ist oft ein chirurgischer Eingriff notwendig, wobei die Knochenfragmente reponiert und mit Implantate fixiert werden. Dies können Metallplatten, Schrauben und Drähte sein. 
In weniger schweren Fällen wird eine Extensionsbehandlung angewendet. Hierbei wird mit Seilzug und Gewichten kontinuierlich ein Längszug auf die verletzte Extremität ausgeübt.
In noch leichteren Fällen wird eine Ruhigstellung des Knies durch einen Gips gemacht. Ihr Bein wird von der Leiste bis zum Knöchel eingegipst, dadurch kann sich die Fraktur nicht verschieben.

Wo wird die Operation stattfinden?
Operative Versorgung durch eine Osteosynthese führen wir in der Tagesklinik in Radstadt durch.

Was sind die Risiken der Behandlung?
Bei der Immobilisierung mit Gips, besteht die Gefahr einer Thrombose, wegen der verminderten Beweglichkeit der Wadenmuskulatur. Um eine tiefe Venenthrombose zu verhindern, wird oft vorübergehend Heparin oder Warfarin gegeben. 
Bei einer Operation besteht weiters ein kleines Risiko einer Infektion oder Blutung.

 
UNTERSCHENKEL UND SPRUNGGELENK

Frakturen am Unterschenkel
Der Unterschenkel wird vom Schienbein (Tibia) und dem Wadenbein (Fibula)gebildet. Bei einer Unterschenkelfraktur (Crurisfraktur) sind beide Knochen gebrochen. Ist ein Knochen gebrochen handelt es sich um eine isolierte Schienbeinfraktur bzw. isolierte Wadenbeinfraktur. Wenn sich die Tibiafraktur in das Kniegelenk erstreckt, sprechen wir von einerTibiaplateaufraktur. Ist der Innenknöchel oder Außenknöchel betroffen, handelt es sich um eine Malleolarfraktur.

Was bemerken Sie bei einer Fraktur am Unterschenkel?
Eine Unterschenkelfraktur ist sehr schmerzhaft. Wenn die Tibia gebrochen ist, ist es meist nicht mehr möglich das Bein zu belasten. Wenn nur das Wadenbein gebrochen ist, kann man noch auftreten. Weiteres kommt es zu einer Schwellung und eventuell zu einem Bluterguss. Auch eine Fehlstellung ist möglich.

Wie wird eine Fraktur am Unterschenkel diagnostiziert?
Ihr Arzt wird Sie über die Herkunft der Verletzung  fragen. Dies liefert wichtige Informationen über die Kräfte, die auf den Unterschenkel interagiert haben (Trauma-Mechanismus). Danach werden von der Frakturstelle Röntgenbilder angefertigt. Anhand der Röntgenaufnahmen können wir die Behandlung festlegen.

Wie ist die Behandlung bei einer Fraktur am Unterschenkel?
Bei der Behandlung von Knochenbrüchen ist es wichtig, dass die Knochenfragmente in ihre ursprüngliche Position gebracht und fixiert werden, damit es zu einer achsengerechten Heilung kommen kann. Wenn die Knochenfragmente nicht verschoben sind, wird ein Gipsverband angelegt. Um sicherzustellen, dass die richtige Position beibehalten bleibt, wird dies nach einer Woche mit  Röntgenaufnahmen kontrolliert.  Bei einer instabilen Fraktur muss der Unterschenkel operative versorgt werden.

Wie erfolgt die Operation bei einer Fraktur am Unterschenkel?
Die Fraktur wird  entweder offen oder geschlossen reponiert und anschließend fixiert. Frakturen im oberen Drittel der Tibia wird mit einer Plattenosteosynthese versorgt. Frakturen im mittleren und unteren Drittel werden mit einem Marknagel stabilisiert. Dieser wird durch eine kleine Inzision unter dem Knie in den Knochen eingeführt. Damit kann man das Bein nach wenigen Tagen belasten.

Wo wird die Operation stattfinden?
Operative Versorgung durch eine Osteosynthese führen wir in der Tagesklink in Radstadt durch.

Was sind die Risiken der Behandlung?
Bei der Immobilisierung mit Gips, besteht die Gefahr einer Thrombose, wegen der verminderten Beweglichkeit der Wadenmuskulatur. Um eine tiefe Venenthrombose zu verhindern, wird oft vorübergehend Heparin oder Warfarin gegeben. 
Bei einer Operation besteht weiteres ein kleines Risiko einer Infektion oder Blutung.

 
Knöchelfraktur
Das Sprunggelenk setzt sich aus verschiedenen Knochen zusammen. Diese können alle brechen. Durch Umknicken des Fußes kann es zu einer Schien-oder Wadenbeinfraktur kommen. Das Fersenbein bricht in der Regel nach einem Sprung oder Sturz aus großer Höhe. Früher waren Knöchelfrakturen und zerrissene  Sprunggelenke bei Schifahrern weit verbreitet. Modernes Material schützt vor Frakturen des Sprunggelenks. Snowboarder, die Softboots tragen, haben viel weniger Schutz vor Knöchelfrakturen.

Was bemerken Sie bei  einer Knöchelfraktur? 
Wenn ein Knöchel gebrochen ist, kommt es zu einer Schwellung auf der betroffenen Seite des Fußes. Außerdem können Blutergüsse um den Knöchel auftreten, und Sie können Ihr Bein wegen der Schmerzen nicht belasten. Manchmal gibt es auch eine Fehlstellung des Beines oder des Fußes.

Wie wird eine Knöchelfraktur diagnostiziert?
Ihr Arzt wird Sie über die Herkunft der Verletzung  fragen. Dies liefert wichtige Informationen über die Kräfte, die auf das Sprunggelenk interagiert haben (Trauma-Mechanismus). Bei Verdacht einer Knöchelfraktur werden Röntgenaufnahmen gemacht. Anhand dieser Bilder wird die Schwere der Verletzung festgestellt.

Wie ist die Behandlung einer Knöchelfraktur?
Ein einfacher Bruch wird durch Ruhigstellung mit Gips behandelt. Handelt es sich um eine komplexe instabile Fraktur oder ist die Frakturfläche stark verschoben, muss eine operative Versorgung stattfinden. Die Knochenfragmente werden reponiert und mit Platten und Schrauben fixiert. Es ist wichtig, dass das Gelenk vollständig wiederhergestellt wird und die Gelenksfläche keine Stufenbildung aufweist.

Wo wird die Operation stattfinden?
Operative Versorgung durch eine Osteosynthese führen wir in der Tagesklink in Radstadt durch.

Was sind die Risiken der Behandlung?
Bei der Immobilisierung mit Gips, besteht die Gefahr einer Thrombose, wegen der verminderten Beweglichkeit der Wadenmuskulatur. Um eine tiefe Venenthrombose zu verhindern, wird oft vorübergehend Heparin oder Warfarin gegeben. 
Bei einer Operation besteht weiteres ein kleines Risiko einer Infektion oder Blutung.

 
 
Sprunggelenksverletzungen
Die 3 Bänder am Sprunggelenk sind starre Strukturen, die die Stabilität des Sprunggelenks gewährleisten. Das obere Sprunggelenk (OSG) ermöglicht das Heben und Senken des Fußes. Sprunggelenksverletzungen treten auf, wenn der Fuß nach innen oder nach außen umknickt. Es ist eine häufige Verletzung, vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 35 Jahren. In etwa 80% der akuten Sprunggelenksbeschwerden handelt sich um eine Verstauchung. Dies bedeutet, dass die Bänder am Sprunggelenk gedehnt wurden, aber nicht gerissen sind, so dass diese selbst wieder heilen. 10% der Fälle basieren  auf einer Fraktur des Knöchels (siehe Knöchelbruch). Bei den restlichen 10% handelt es sich um einen Bänderriss, wobei wir zwischen einer total zerrissenen oder eingerissenen Bandverletzung unterscheiden.

Was bemerken Sie bei einer Verstauchung?
Fast sofort nach dem Unfall kommt es zu einer eiförmigen Schwellung an der Außenseite des Knöchels. In etwa der Hälfte der Fälle geht dies durch eine rote, rot-braune und grüne oder blaue Verfärbung der Haut einher. Die Außenseite des Knöchels ist sehr empfindlich. Dieser Schmerz erhöht sich, wenn der Fuß nach innen gedreht wird. In den meisten Fällen kann man auf das betroffene Bein stehen, aber dies ist sehr schmerzhaft.

Wie wird eine Sprunggelenksbandverletzung diagnostiziert?
Ihr Arzt wird Sie über die Herkunft der Verletzung  fragen. Dies liefert wichtige Informationen über die Kräfte, die auf das Sprunggelenk interagiert haben (Trauma-Mechanismus). Des Weiteren werden der Unterschenkel und das Sprunggelenk untersucht. Wenn es einen Druckschmerz in der Höhe des Bandes gibt, eine blau-grüne Färbung an der Außenseite des Sprunggelenkes und der Fuß bei der ärztlichen Untersuchung verschoben werden kann, handelt es sich in 95% der Fälle um eine Bandruptur. Wenn das Sprunggelenk total instabil ist, geht man von einer Totalruptur des Bandes aus. Mittels Röntgenaufnahmen schließt man eine Knochenfraktur aus.

Wie ist die Behandlung einer Verstauchung?
Nach einer Knöchelverletzung ist es ratsam, Eis so schnell wie möglich aufzulegen um einer Schwellung entgegenzuwirken. Bei eine Verstauchung können Aktivitäten begleitet von Symptomen fortgesetzt werden. Sollten ein oder mehrere Bänder gerissen sein, sollte das Sprunggelenk stabil gehalten werden. Die Bänder wachsen selbst wieder zusammen. Die Stabilisierung kann durch einen Druckverband, Tapeverband, Strümpfe, Sprunggelenksorthese oder einem Gips erfolgen. Die Wahl hängt von der Schwere der Verletzung ab, in der Regel reicht ein Druckverband. Sprunggelenksorthesen bieten den Vorteil, dass sie abgenommen werden können, beispielsweise zum Duschen.

Wie ist der weitere Verlauf nach einer Behandlung?
Nach einer Verstauchung des Knöchels können nach einer Woche Sport und Arbeit wieder aufgenommen werden. Nach einem Sprunggelenksbänderriss kann man mit dem jeweiligen Heilbehelf  nach einer Woche auftreten, und somit die  Arbeit wieder aufnehmen. Längeres Stehen und lange Wanderung sind noch nicht möglich. Physiotherapie kann die Kraft, Stabilität und Koordination im Sprunggelenk (schneller) zurückbringen. Die vollständige Rehabilitation dauert etwa 6 Wochen.
In weniger als 1% der Bandverletzungen kommt es nicht zu einer Spontanheilung. Ist dies der Fall, kann das Band genäht werden oder unter Verwendung eine Spender-Sehne (Peronaeus brevis Sehne, einer Strecksehne der kleinen Zehe, Plantarissehne) chirurgisch rekonstruiert werden.

Wo wird die Operation stattfinden?
Operative Versorgung führen wir in der Tagesklinik in Radstadt durch.

Was sind die Risiken der Behandlung?
Bei der Behandlung mit einem Heilbehelf gibt es in der Regel keine Probleme. Bei der Gips-Immobilisierung besteht ein Risiko einer Thrombose, wegen der verminderten Beweglichkeit der Wadenmuskulatur.  Um eine tiefe Venenthrombose zu verhindern, wird oft vorübergehend Heparin oder Warfarin gegeben. 
Bei einer Operation besteht weiteres ein kleines Risiko einer Infektion oder Blutung.
 



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